Oma Tana: T-Shirt-Tunika upcycling - Schnitt und Anleitung

T-Shirt Tunika - upcycling Dieser TShirt-Tunika Upcycling-Schnitt ist eine wunderbare Möglichkeit, ein simples T-Shirt mit einfachen Mitteln in eine schöne und bequeme Tunika zu verwandeln.

T-Shirt Größe

Als T-Shirt eignet sich ein eher weit geschnittenes T-Shirt, das etwa zwei Größen größer ist, als man normalerweise tragen würde. Ich verwende meistens schlichte, einfarbige T-Shirts von Fruit-of-the-Loom.

Warum soll das T-Shirt so groß sein?
Damit man genügend Stoff hat, um es im Bereich des Ausschnittes zu kräuseln, und damit die Tunika weit und bequem fällt. Wer will, kann auch ein normal anliegendes T-Shirt verwenden, aber dann entfällt die Kräuselung am Ausschnitt mehr oder weniger.

Schnitt

Der Schnitt besteht nur aus dem Schnitt für den Ausschnitt, und er gilt für alle Größen - naja fast für alle Größen. Wer besonders zierlich ist und einen kleinen Kopf hat, kann den Ausschnitt etwas verkleinern.

Im Prinzip besteht der Schnitt nur aus zwei Halbkreisen, einem größeren für vorne und einem flacheren für hinten.

Den Schnitt kann man kostenlos runterladen:

Stoff

Als Stoff für den Ausschnitt kann man einen Webstoff nach den persönlichen Vorlieben nehmen. Da man nur etwa 30cm Stoff braucht, oder einen Fatquarter, kann man auch einen eher teuren Streichelstoff verwenden. Ich nehme gerne Patchworkstoffe oder Batikstoffe. Bisher meist farblich passend zum T-Shirt, aber künftig will ich auch etwas wagemutigere Farbkontraste wählen.

Als Futterstoff für die Innenseite eignet sich ein einfacher weicher Baumwollstoff oder ein Futtertaft, beispielsweise aus Viskose.

Fotoanleitung

Drucke den Schnitt, klebe die Seiten zusammen und schneide den Schnitt aus.

Lege Stoffe, T-Shirt und Schnitt bereit.

Lege die Schnitt-Teile auf den Stoff für den Ausschnitt.

Zeichne den Schnitt mit 1cm bis 1,5cm Mahtzugabe ein.

Schneide dann die Halbkreise für den Ausschnitt aus.

Lege die fertig ausgeschnittenen Stoffteile auf den Futterstoff.

Zeichne die Umrisse ein und schneide den Futterstoff zu.

Der T-Shirt-Ausschnitt wird auch anhand des Papierschnittes zugeschnitten, jedoch nicht einfach so, denn die Kräuselweite muss berücksichtigt werden.

Die Kräuselweite hängt vom jeweiligen T-Shirt ab.

Zunächst wird die Breite von den Armansätzen zum neuen Ausschnitt ausgemessen und markiert.

Normalerweise nehme ich dafür: 9 cm

Diese 9cm sind notwendig, damit die Tunika nach dem Nähen locker an den Armen sitzt und nicht spannt.

Dann lege ich den Papierschnitt mit der Außenkante an die Markierungsstelle.

Das obere Ende des Schnittes sollte etwa 1 cm über den T-Shirt-Rand hinausstehen, dann kommt das mit der Nahtzugabe in etwa hin.

Zeichne die Rundung des Ausschnittes mit Schneiderkreide ein.

Wiederhole den Vorgang auf der anderen Seite.

Verbinde die Unterkanten miteinander. Das ist der Bereich der Kräuselung.

Der hintere Ausschnitt wird auf die gleiche Weise eingezeichnet.

Dann wird der Ausschnitt aus dem T-Shirt ausgeschnitten.

Der Ausschnitt wirkt jetzt sehr breit. Das liegt an dem Kräuselbereich.

Das Zuschneiden ist jetzt abgeschlossen.

Lege die Schulterbereiche des vorderen und hinteren Ausschnittstoffes rechts auf rechts aufeinander.

Nähe die beiden Stoffteile zusammen, auf beiden Seiten, also links und rechts.

Wiederhole das bei den Teilen des Futterstoffes.

Lege die beiden Stoffteile des zusammengenähten Ausschnitts rechts auf rechts aufeinander und stecke sie zusammen.

Nähe beide Ausschnitteile im Innenkreis zusammen.

Schneide die Nahtzugabe an den Rundungen ein, damit es beim Wenden besser aussieht.

Wende den Ausschnitt und streiche die Nahtstelle aus.

Steppe den Innenkreis ab.

Jetzt wird die Kräuselung des T-Shirts vorbereitet.

Im oberen Bereich, wo der Schnitt senkrecht verläuft, wird nicht gekräuselt. Nur im waagerechten Bereich und ab da, wo die Schräge beginnt.

Markiere den Beginn der Kräuselzone mit Stecknadeln links und rechts und vorne und hinten.

So kann man eine gleichmäßige Kräuselung ermöglichen.

Nähe in der Kräuselzone auf einlagigem Stoff zwei Nähte nebeneinander.

Verwende dazu eine lange Stichlänge von etwa 5.

Vernähe die Nähte weder am Anfang noch am Ende.

Lasse mindestens 10cm Faden an beiden Seiten überstehen.

Falte die Ausschnittbereiche des T-Shirts und markiere mit Stecknadeln die Mitte.

Markiere ebenso die Vorderstoffe des neuen Ausschnittes.

T-Shirt und äußerer Ausschnittstoff werden jetzt rechts auf rechts zusammengesteckt. Drehe dazu das T-Shirt auf links.

Stecke zunächst die nicht-kräuseligen Bereiche in Schulternähe aufeinander.

Stecke dann die jeweiligen Mitten aufeinander.

Jetzt beginnt das Kräuseln.

Greife die vorderen Fäden des Kräuselbereiches und ziehe daran, um den Stoff zu raffen.

Raffe den Stoff und verteile die Raffung möglichst gleichmäßig.

Kräusel den T-Shirt-Stoff auf beiden Seiten und vorne und hinten.

Stecke die Stoffe zusammen.

Knote die jeweiligen vorderen Fäden mit den hinteren Fäden zusammen, um die Kräuselweite zu fixieren.

Nähe den gekräuselten T-Shirt-Stoff und den Ausschnittstoff zusammen.

Das geht am besten, wenn man den gekräuselten Stoff beim Nähen oben durch die Nähmaschine laufen lässt. Dann hat man die Kräuselungen besser im Zugriff.

Jetzt sind T-Shirt und Ausschnittstoff zusammengenäht.

Lege die Tunika so zurecht, dass man jetzt die Innenseite des Ausschnitts sehen kann.

Um den Rand des Ausschnitt-Futters festzustecken, nehme ich immer gerne eine flache Pappschachtel, über die ich den Ausschnitt ziehe.

Dann kann ich Vorder- und Hinter-Seite gut trennen und komme mit dem Stecken nicht durcheinander.

Stecke den offenen Rand des Futterstoffes rundherum fest, möglichst genau entlang der Naht, mit der die andere Seite genäht wurde.

Wenn alles fertig gesteckt ist, sieht das etwa so aus.

Bei dieser Naht muss man möglichst präzise arbeiten, damit die Tunika am Schluss gut aussieht.

Jetzt näht man den Futterstoff knappkantig fest, so genau wie möglich knapp innerhalb der anderen Naht, die man unter dem umgefalteten Futterstoff erahnen kann.

Die Tunika ist fertig.

Sie muss nur noch gewendet werden.

Sie ist bequem und sieht deutlich besser aus als das ursprüngliche T-Shirt.

Design-Beispiele

Hier einige Beispiele mit Tunikas aus diesem Schnitt.

Beim Betrachten fiel mir auf, dass sie alle ziemlich Ton-in-Ton sind. Aber demnächst gibt es auch einige kontrastreichere, bunte Exemplare.


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